Berichtet man Autoliebhabern von E-Fuels, den neuartigen synthetischen Kraftstoffen, leuchten meist sofort die Augen auf. eFUEL-TODAY erklärt, woran das liegt.

Nun, der Hauptgrund dürfte ganz einfach sein: Alternative Kraftstoffe ermöglichen es, den Motor-Enthusiasten ihr geliebtes Fahrzeug in Zukunft weiter zu fahren – und zwar klimaneutral. Denn auch die Fans von Automobilen wollen unser Klima schützen. Wenn sie dabei gleichzeitig weiterhin ihrer Leidenschaft nachgehen können, umso besser.

Der zweite wichtige Grund: Elektroautos machen zwar spätestens ab Tempo 30 jede Menge Geräusche, meist jedoch eher unangenehme. Das Pfeifen des Windes, das Abrollgeräusch der Reifen, das Knarren von Sitzen und Innenausstattung – alles akustische Wortmeldungen des elektrischen Automobils, aber eben keine, die eine Gänsehaut hervorrufen oder Freude bereiten.

Ganz anders hingegen reagieren viele Autoliebhaber auf das Geräusch, das ihr Verbrennungsmotor macht. Es gehört wie das Spüren von Beschleunigungskräften und das haptische Feedback über das Lenkrad zum Gesamterlebnis Autofahren. Dazu muss man weder einen 12-Zylinder fahren noch das eigene Auto besonders laut sein. Echte Autofans wollen ja nicht ihre Umwelt nerven, sondern einfach Spaß beim Fahren verspüren.

Dr. Morad Ghaemi ist Neurologe, Gutachter und Psychiater in Köln und selbst ein großer Freund von Sportwagen. Er erklärt:

„Geräusche haben evolutionär natürlich vor allem eine Warnfunktion. Viele Gefahren kündigen sich durch entsprechende Klänge an: der knurrende Hund oder der donnernde Himmel etwa. Aber es gibt eben auch eine andere Dimension des Geräusches, eine, in der der Sound zu einem Glücksgefühl führt. Bei Autoliebhabern ist dies unbestritten der Klang des Verbrennungsmotors, besonders des benzinbetriebenen bei Sportwagen. Vom Mini mit 200 PS über den alten Elfer bis hin zum 12-Zylinder-Ferrari – viele Autofans wollen auf den Motorenklang einfach nicht verzichten.“

Ein dritter und ganz praktischer Grund für die E-Fuel-Begeisterung ist das einfache Betanken des eigenen Autos mit den neuartigen Kraftstoffen. Das funktioniert ganz genauso wie bislang die Befüllung mit Diesel oder Benzin und ist in Minutenschnelle erledigt – ganz im Gegensatz zum Aufladen eines Elektroautos.

Helge Thomsen – E-Fuel Enthusiast der ersten Stunde. – © eFUEL-TODAY

eFUEL-TODAY zu Gast bei Helge Thomsen – Wir haben mit dem den Auto-Enthusiasten und TV-Moderator über das Potential der E-Fuels gesprochen.

Ein letzter, aber für den ein oder anderen vielleicht entscheidender Grund für die Liebe zum Verbrennungsmotor ist die unvergleichliche Flexibilität, die auch bei der Nutzung von E-Fuels zu 100 Prozent erhalten bleibt. Spontane Wochenendausflüge, mitternächtliche Spaßfahrten, Urlaubsreisen oder die Nutzung eines einzigen Autos von mehreren Personen am selben Tag – alles Dinge die Elektromobilität noch nicht oder zumindest nur begrenzt und mit Aufwand verbunden zu leisten vermag.

Mal eben noch da hin, oder einen Umweg fahren, einfach, weil die Strecke schöner ist, der Spontanbesuch eines Freundes – Autofans lieben ihre Freiheit und das spontane Leben, das eben nur ein Automobil ermöglicht. Mit E-Fuels bleibt im Prinzip alles so, wie es heute ist – nur dass eben gleichzeitig das Klima geschont wird. Kein Wunder, dass echte Autoliebhaber es kaum erwarten können, bis die alternativen Kraftstoffe flächendeckend verfügbar sind.

Zudem sollte man die Bedeutung des Automobils als Kulturgut erwähnen. Viele Menschen freuen sich, wenn sie ein schönes oder gar seltenes Auto auf der Straße sehen. Mit E-Fuels können wir sicherstellen, dass sogar Oldtimer weiterhin fahren können und gleichzeitig unser Klima schonen. Eine echte Win-win-Situation für alle echten Autoliebhaber.

Zu guter Letzt hat Dr. Ghaemi hat eine weitere Erklärung für die Liebe zum Verbrennungsmotor, eine, die weit in unsere gemeinsame Vergangenheit schaut:

„Verbrennungsmotoren sind vielleicht auch deswegen so faszinierend, weil sie ein Stück weit für den menschlichen Fortschritt an sich stehen. Sie symbolisieren Feuer und sind damit etwas Mystisches, Geheimnisvolles und Analoges – im Gegensatz zu einem Elektromotor, der sich eher kalt und digital anfühlt. Die Beherrschung des Feuers ist ja der Anfang menschlichen Fortschritts und menschlicher Kultur, ein echter Meilenstein in unserer eigenen Entwicklung als Spezies. Ein Verbrennungsmotor knüpft sinnlich direkt daran an.“

Kommentar abgeben