Deutschland, Österreich und Luxemburg wollen den Hochlauf von synthetischem Flugkraftstoff (eSAF) gemeinsam beschleunigen. Dafür planen die drei Länder einen neuen Doppelauktionsmechanismus. Insgesamt stehen bis zu 2,12 Milliarden Euro bereit: Deutschland stellt bis zu zwei Milliarden Euro zur Verfügung, Österreich und Luxemburg jeweils bis zu 60 Millionen Euro.
Das Modell setzt direkt bei einer zentralen Herausforderung neuer eSAF-Projekte an. In getrennten Ausschreibungen werden die Angebote der Produzenten und die Zahlungsbereitschaft der Abnehmer ermittelt. Ein Intermediär soll anschließend die verbleibende Preisdifferenz mit Fördermitteln ausgleichen. Damit sollen langfristig planbare Erlöse entstehen und Investitionsentscheidungen für neue Produktionsanlagen erleichtert werden.
Die geförderten Mengen sollen entsprechend der jeweiligen finanziellen Beteiligung in Deutschland, Österreich und Luxemburg in Verkehr gebracht werden. Die drei Länder wollen damit nicht nur den eSAF-Hochlauf unterstützen, sondern auch Produktionskapazitäten, Know-how und Wertschöpfung in Europa stärken.
Noch steht das Programm unter dem Vorbehalt der beihilferechtlichen Genehmigung durch die EU-Kommission. Die vorangegangene Marktkonsultation des Bundesverkehrsministeriums hatte laut Ministerium bereits ein breites Interesse an dem geplanten Fördermechanismus gezeigt.
Quelle: BMV
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