HVO – Dein neuer Diesel!
Der Kraftstoff HVO100 ist eine echte Erfolgsstory unter den erneuerbaren Kraftstoffen! eFUEL-TODAY hat alles Wissenswerte rund um HVO100 hier zusammengetragen!
Die wichtigsten Fakten zu HVO100 auf einen Blick:
- (1) Paraffinischer Dieselkraftstoff nach DIN EN 15940 mit hoher Kältestabilität sowie Cetanzahl (XtL-Kraftstoff), damit hoher Zündwilligkeit. Je höher die Cetanzahl, desto kürzer der Zündverzug. Details
- (2) Bis zu 90 % weniger CO₂-Neuemissionen im Lebenszyklus – abhängig von den verwendeten Rohstoffen und dem genauen Herstellungsprozess des verwendeten HVO-Produktes. Details dazu gibt es bei der HVO-Tankstelle oder dem HVO-Lieferanten. Details
- (3) HVO100 ist kompatibel mit vielen für XtL-Kraftstoffe (DIN EN 15940) freigegebenen Dieselfahrzeugen. Offizielle Hersteller-Freigabe prüfen! Details
- (4) Weniger Verunreinigungen im Kraftstoff bei der Verwendung hochwertiger Rohstoffe im Produktionsprozess, siehe Feedstock-Übersicht. Details
- (5) Geringere Ruß- und Partikelbildung möglich – abhängig von Antrieb, Motortyp und Betriebsart. Details
- (6) HVO100 ist grundsätzlich schwefelarm bis schwefelfrei, je nach Hersteller und verwendetem Rohstoff. Details
ⓘ Detaillierte Erklärungen, Studien und Quellen zu den auf dieser Seite aufgeführten Claims und zu den 6 Vorteilen von HVO100 finden sich unter: efuel-today.com/werbeaussagen
Was ist HVO?
HVO steht für „Hydrotreated Vegetable Oil“, auf Deutsch „Hydriertes Pflanzenöl“. HVO ist ein erneuerbarer Kraftstoff, der aus pflanzlichen Ölen oder tierischen Fetten sowie aus Abfall- und Reststoffen hergestellt wird. Er wird durch einen Prozess namens Hydrotreating hergestellt, bei dem die Öle und Fette chemisch behandelt werden, um ihre Eigenschaften zu verändern.
HVO hat ähnliche Eigenschaften wie herkömmlicher Dieselkraftstoff, wird jedoch aus biogenen Rohstoffen gewonnen. Je nach Rohstoff und Herstellungsweg kann HVO100 im Lebenszyklus bis zu 90 % weniger CO₂-Neuemissionen verursachen als fossiler Diesel (siehe Vorteil 2). HVO100 ist schwefelarm bis schwefelfrei und hat einen niedrigen Gehalt an aromatischen Verbindungen. In Dieselfahrzeugen mit XtL-Freigabe kann der Kraftstoff ohne Umrüstung am Motor genutzt werden (siehe Vorteil 3).
Was unterscheidet HVO von E-Fuels?
Der Hauptunterschied zwischen HVO-Kraftstoff und E-Fuels liegt in ihrer Herstellung. HVO wird aus pflanzlichen oder tierischen Ölen und Fetten sowie aus Abfall- und Reststoffen produziert, während E-Fuels aus Wasserstoff, der mit Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird, und CO2 hergestellt werden. Darüber hinaus hat HVO ähnliche Eigenschaften wie herkömmlicher Dieselkraftstoff, während E-Fuels je nach Zusammensetzung unterschiedliche Eigenschaften haben können, die an die spezifischen Anforderungen angepasst werden können. Beide Kraftstoffe zählen zu den erneuerbaren Kraftstoffen, mit denen sich – je nach Rohstoff und Herstellungsweg – die CO₂-Emissionen im Verkehr senken lassen.
Wie wird HVO hergestellt?
Die Herstellung von HVO beginnt mit der Vorbehandlung und der Reinigung der Rohstoffe. Je nach Herkunft und Grad der Verunreinigung der Ausgangsstoffe ist dieser Abschnitt mehr oder weniger aufwändig. Anschließend werden die aufbereiteten Öle und Fette einem zweistufigen chemischen Prozess unterzogen – dem sogenannten Hydroprocessing. Eingangs werden sie unter hohem Druck und hohen Temperaturen in der Gegenwart eines Katalysators mit Wasserstoff hydriert. Im Anschluss daran werden in einer Isomerisierung die Molekülstrukturen der Fettsäuren weiter modifiziert, um beispielsweise die Fließeigenschaften des Kraftstoffes zu optimieren, bevor das Endprodukt final destilliert und erneut gereinigt wird.
Unterschiede in der HVO Herstellung
Die Wahl des Feedstocks hat bei der Herstellung von HVO direkte Auswirkungen auf die physikalischen und chemischen Eigenschaften des HVO-Endproduktes. Durch gezielte Anpassungen im Herstellungsprozess können Ingenieure und Hersteller die gewünschten Eigenschaften optimieren und gleichzeitig sicherstellen, dass der HVO-Kraftstoff den Anforderungen an Leistung, Kraftstoffqualität und Kompatibilität mit freigegebenen Dieselfahrzeugen gerecht wird. Der eingesetzte Feedstock entscheidet zudem maßgeblich über die CO₂-Bilanz im Lebenszyklus.
Was sind XTL-Freigaben?
Bei XTL-Freigaben handelt es sich um spezifische Freigaben der Fahrzeughersteller für die Verträglichkeit von bestimmten Kraftstoffen, wie beispielsweise HVO100. HVO100 fällt unter die DIN EN 15940 („XTL-Norm“). Die Freigabe ist am „XTL“-Symbol im Tankdeckel oder im Fahrzeug-Handbuch zu erkennen. HVO-Blends nach DIN EN 590 benötigen dagegen keine gesonderte Freigabe.
Ab sofort können Sie hier Ihre XTL-Freigabe für Ihr Fahrzeug ermitteln!
Wo kann ich HVO100 tanken?
HVO100 ist in Deutschland inzwischen an immer mehr Stationen verfügbar und das Netz an HVO-Tankstellen wächst stetig! Damit du nicht raten musst, empfehlen wir die HVO-Karte von xtl-finder.com: Dort findest du aktuelle Standorte für HVO100 (und je nach Angebot auch HVO-Blends), kannst gezielt nach Region suchen und siehst neue Einträge, sobald sie in der Datenbank ergänzt wurden. Die Karte lässt sich zudem in externe Websites einbinden und macht die HVO-Verfügbarkeit transparent und schnell auffindbar.
HVO100 und Oldtimer: Alte Motoren, neuer Diesel?
Oldtimer sind mehr als nur ein Fortbewegungsmittel mit Historie! Sie sind Meilensteine der automobilen Entwicklung und stimulieren unsere Emotionen mit Haptik, Akustik und ja – auch dem Geruch! Gerade alte Modelle, in denen nach mühevollen Anlaufversuchen des Anlassers endlich der Diesel zündet und die robusten Kolben automobiler Kulturgüter in Bewegung setzt, lösen noch viel in uns aus.
Und genau da setzt HVO100 an: als moderner, erneuerbarer Dieselkraftstoff, der den Charakter deines klassischen Diesels nicht antastet – aber Laufkultur, Lagerstabilität und Abgasverhalten verbessern kann. Für viele Oldtimerfahrer ist das spannend, weil es nicht um „Umbauen und Umrüsten“ geht, sondern um eine pragmatische Option. Gleichzeitig bietet HVO100 Vorteile, die bei Saisonfahrzeugen und selten bewegten Autos besonders zählen – von Lagerstabilität über geringere Rußbildung bis zu weniger CO₂-Neuemissionen im Lebenszyklus, je nach Rohstoff und Herstellungsweg. Entscheidend ist: Oldtimer haben selten offizielle Freigaben. Deshalb geht es um realistische Einordnung und saubere Praxis-Tipps – genau dafür ist der Leitfaden des DEUVET gemacht!
Wichtige Fragen und Leitfaden zu HVO100 im Oldtimer
Kann ich HVO100 im Oldtimer-Diesel überhaupt tanken - auch ohne Freigabe?
Ja, in vielen Fällen ist der Betrieb möglich, auch wenn Oldtimer naturgemäß selten offizielle Herstellerfreigaben haben. Der Leitfaden des DEUVET ordnet HVO100 als Drop-in-Kraftstoff (EN 15940) ein, der grundsätzlich ohne Umbauten genutzt werden kann. Ohne Herstellerfreigabe erfolgt der Betrieb jedoch in eigener Verantwortung. Praktisch wichtig: Du kannst HVO100 jederzeit mit normalem Diesel mischen – auch unterwegs beim Nachtanken.
Was bringt mir HVO100 technisch - merke ich überhaupt einen Unterschied im Oldtimer?
Vor allem die sauberere Verbrennung ist ein Vorteil: HVO100 ist paraffinisch und praktisch aromatenfrei, wodurch tendenziell weniger Ruß entsteht. Gerade bei klassischen Dieseln ohne moderne Abgasnachbehandlung ist das relevant. Gleichzeitig bleiben Leistung und Fahrverhalten in der Regel sehr ähnlich, große Unterschiede sind nicht zu erwarten. Bei Motoren mit großem Hubraum kann teilweise ein ruhigerer Motorlauf wahrgenommen werden.
Ist HVO100 besser für Standzeiten und Winterlagerung?
Ja, genau hier ist einer der Praxisvorteile von HVO100: Der Kraftstoff gilt als deutlich lagerstabiler als fossiler Diesel, u. a. weil kein Biodieselanteil enthalten ist. Dadurch sinkt das Risiko von Alterungs-/Verunreinigungseffekten bei längerer Standzeit. Als pragmatische Empfehlung gilt: HVO100 als letzte Tankfüllung vor dem Abstellen nutzen und von der besseren Lagerstabilität profitieren! Das gilt übrigens auch für Boote, Aggregate und Nutzfahrzeuge.
Gibt es technische Risiken oder Fälle, wo ich vorsichtiger sein sollte?
Zwei wichtige Aspekte dazu:
- Erstens können bei sehr alten Kraftstoffsystemen bestehende Ablagerungen gelöst werden – dadurch können ohnehin angegriffene Dichtungen/Leitungen plötzlich „auffallen“.
- Zweitens wird bei bestimmten Vor-/Wirbelkammer-Motoren (v. a. mit Aufladung/Vierventiltechnik) empfohlen, dauerhaftes Volllastfahren bei hohen Drehzahlen zu vermeiden – als Sicherheitsmaßnahme. Mehr dazu im verlinkten Leitfaden des DEUVET.
Quelle: Leitfaden zum Betrieb klassischer Dieselfahrzeuge mit HVO100 des DEUVET, Bundesverband Deutscher Oldtimer-Youngtimer e.V.
6 Gründe dafür, warum HVO so relevant ist
Es gibt gute Gründe dafür, warum HVO-Kraftstoffe schon jetzt so relevant sind. Wir haben 6 der wichtigsten Gründe aufgeführt!
HVO wird aus biogenen Rohstoffen hergestellt
HVO wird aus nachwachsenden Rohstoffen wie pflanzlichen Ölen oder tierischen Fetten hergestellt. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen, die begrenzt sind und Millionen von Jahren zur Bildung benötigen, können nachwachsende Rohstoffe in vergleichsweise kurzer Zeit angebaut und geerntet werden. Aber nicht nur das: HVO kann zudem aus biogenen Abfällen wie Altspeisefetten oder Klärschlämmen hergestellt werden.
HVO100 kann im Lebenszyklus bis zu 90 % weniger CO₂-Neuemissionen verursachen als fossiler Diesel - abhängig von Rohstoff und Herstellungsweg
Die tatsächliche Emissionsreduktion von HVO hängt wesentlich vom eingesetzten Feedstock ab. Die mögliche CO₂-Einsparung wird immer über den gesamten Lebenszyklus betrachtet: Rohstoff, Herstellung, Transport und Lieferkette fließen in die Bewertung ein. Details zu den Werten des jeweiligen HVO-Produktes gibt es bei der HVO-Tankstelle oder dem HVO-Lieferanten. Erklärungen und Quellen: efuel-today.com/werbeaussagen
HVO100 kann die Ruß- und Partikelbildung verringern
HVO100 ist paraffinisch, schwefelarm bis schwefelfrei und hat einen niedrigen Gehalt an aromatischen Verbindungen. Dadurch können bei der Verbrennung weniger Ruß und Partikel entstehen – abhängig von Antrieb, Motortyp und Betriebsart (siehe Vorteile 5 und 6).
HVO100 nutzt die vorhandene Infrastruktur
HVO100 kann über die vorhandene Infrastruktur aus Tanklagern, Tankwagen und Tankstellen gelagert, transportiert und angeboten werden. HVO wird zudem schon heute in geringen Mengen konventionellem Diesel nach DIN EN 590 beigemischt.
HVO kann aus Abfall- und Reststoffen hergestellt werden
HVO kann aus verschiedenen biogenen Quellen hergestellt werden, einschließlich tierischer Fette, Altspeisefette, Klärschlämme, Reststoffe aus der Lebensmittelproduktion oder landwirtschaftlicher Abfälle. Da diesen Rohstoffen üblicherweise keine Emissionen aus Anbau und Landnutzung zugerechnet werden, schneiden sie in der Lebenszyklusbilanz besser ab.
HVO100 ist bereits an zahlreichen Tankstellen erhältlich
Ein weiterer Vorteil von HVO100 ist die Verfügbarkeit an Tankstellen in mehreren europäischen Ländern. In Deutschland, Österreich und Italien finden sich bereits zahlreiche Tankstellen mit HVO100 im Angebot. Aktuelle Standorte in Deutschland zeigt unsere HVO-Karte.
HVO in der Praxis
FAQ zu HVO
Was sind HVO Kraftstoffe?
HVO-Kraftstoffe (Hydrotreated Vegetable Oil) sind paraffinische Dieselkraftstoffe, die aus pflanzlichen oder tierischen Ölen und Fetten sowie aus Abfall- und Reststoffen hergestellt werden. Durch einen Hydrotreating-Prozess werden Verunreinigungen entfernt, wodurch ein hochreiner Kraftstoff entsteht. HVO100 kann in Dieselfahrzeugen mit XtL-Freigabe ohne Umrüstung genutzt werden. Je nach Rohstoff und Herstellungsweg kann HVO100 im Lebenszyklus bis zu 90 % weniger CO₂-Neuemissionen verursachen als fossiler Diesel. HVO zählt zu den erneuerbaren Kraftstoffen, mit denen sich der Einsatz fossiler Kraftstoffe verringern lässt.
Wie werden HVO hergestellt?
HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) wird durch einen Hydrotreating-Prozess hergestellt. Dabei werden pflanzliche oder tierische Öle und Fette unter hohem Druck und in Anwesenheit von Wasserstoff behandelt, um Verunreinigungen zu entfernen und sie in einen hochreinen Kraftstoff umzuwandeln.
Was sind die Vorteile von HVO?
Die sechs zentralen Vorteile von HVO100 findest du oben auf dieser Seite. Kurz gefasst: hohe Cetanzahl und Kältestabilität, bis zu 90 % weniger CO₂-Neuemissionen im Lebenszyklus (je nach Rohstoff und Herstellungsweg), Kompatibilität mit vielen XtL-freigegebenen Fahrzeugen, weniger Verunreinigungen bei hochwertigen Rohstoffen, mögliche geringere Ruß- und Partikelbildung sowie ein geringer Schwefelgehalt. Details und Quellen: efuel-today.com/werbeaussagen
Verträgt jeder herkömmliche Diesel-Motor auch HVO?
Technisch kann grundsätzlich jeder Diesel mit HVO100 betrieben werden, wenn eine explizite XtL-Freigabe des Herstellers vorliegt. Das XtL-Zeichen im Tankdeckel oder im Fahrzeughandbuch zeigt an, dass das Fahrzeug dafür freigegeben ist. HVO-Blends nach DIN EN 590 benötigen keine gesonderte Freigabe. Die Freigabe für dein Fahrzeug kannst du unter xtl-freigaben.de prüfen.
Was ist der Unterschied zwischen HVO und Bio-Diesel?
Der Hauptunterschied zwischen Bio-Diesel und HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) liegt in den Herstellungsverfahren. Bio-Diesel wird durch eine chemische Reaktion namens Transesterifizierung von pflanzlichen oder tierischen Ölen hergestellt. HVO hingegen wird durch Hydrotreating hergestellt, bei dem Verunreinigungen aus pflanzlichen oder tierischen Ölen entfernt werden, um einen hochreinen Kraftstoff zu erhalten.
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