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Die Europäische Investitionsbank (EIB) und Eni haben eine Finanzierung über 500 Mio. € vereinbart, um ausgewählte Anlagenbereiche der Raffinerie Sannazzaro de’ Burgondi (Provinz Pavia, Italien) in eine Biofuel-Produktionsanlage zu überführen. Es handelt sich um ein 15-jähriges Darlehen, das den Umbau hin zu erneuerbaren Kraftstoffen unterstützen soll.

Im Mittelpunkt steht die Umrüstung der Hydrocracker-Einheit (HDC2) auf die Ecofining™-Technologie sowie der Bau einer Pre-Treatment-Anlage für Abfall- und Reststoff-Feedstocks. Als Rohstoffbasis nennt die EIB u. a. gebrauchte Speiseöle, Tierfette und Abfälle aus der Agrar- und Lebensmittelindustrie – also genau die Stoffströme, die für glaubwürdige Biofuel-Lieferketten entscheidend sind.

Start der Produktion ist ab 2028 geplant. Dann sollen in Sannazzaro HVO-Diesel und SAF („Biojet“)
mit einer Kapazität von rund 550.000 Tonnen pro Jahr hergestellt werden. Das Projekt baut dabei auf vorhandene Infrastruktur und Utilities am Standort auf und ergänzt die konventionelle Kraftstoffproduktion um Biofuel-Kapazitäten.

Warum das für Italien strategisch relevant ist: Die EIB betont neben Klimawirkung ausdrücklich auch Energiesicherheit und die Rolle des Ausbaus europäischer Biofuel-Kapazitäten im Kontext von REPowerEU. Gleichzeitig passt der Schritt in Enis/Enilives Strategie, die Biofuel-Kapazitäten bis 2030 deutlich auszubauen – inklusive SAF-Kapazität.

Einordnung für eFUEL-TODAY: Für den Bestand ist HVO ein direkter Hebel (Drop-in, sofern freigegeben), während SAF in der Luftfahrt derzeit der zentrale verfügbare Dekarbonisierungspfad ist. Der Umbau in Sannazzaro ist damit ein starkes, industriepolitisch relevantes Signal: Italien baut Wertschöpfung und Versorgungssicherheit bei erneuerbaren Molekülen aktiv aus.


Quelle: www.eib.org

Bild: © EIB

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