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MB Energy und das Schweizer Technologieunternehmen Metafuels wollen gemeinsam eine durchgängige europäische Lieferkette für synthetischen Flugkraftstoff  (SAF) aufbauen. Die Zusammenarbeit reicht von der Produktion und Zertifizierung über Blending und Logistik bis zur Bereitstellung des fertigen eSAF am Flughafen.

Die Vereinbarungen wurden anlässlich der Eröffnung der neuen Demonstrationsanlage von Metafuels in der Schweiz unterzeichnet. Dort entwickelt das Unternehmen sein sogenanntes aerobrew-Verfahren, mit dem erneuerbares Methanol in synthetischen Flugkraftstoff umgewandelt wird. Metafuels bezeichnet die Demonstrationsanlage als weltweit erste Methanol-to-Jet-Anlage.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht zunächst das geplante Turbe-Projekt in Rotterdam, dessen kommerzieller Start für 2030 vorgesehen ist. Metafuels und MB Energy wollen dafür gemeinsam Lösungen für Marktzugang, Zertifizierung, Blending, Infrastruktur, Logistik und den notwendigen Informationsfluss innerhalb der Lieferkette entwickeln. Ziel ist es, zertifiziertes und fertig gemischtes eSAF vom Produktionsstandort bis zum Flugzeug transportieren zu können.

Dabei könnte MB Energy bereits am Anfang der Wertschöpfungskette eine Rolle übernehmen. Im Rahmen einer geplanten Vereinbarung kommt das Unternehmen auch als Lieferant des für die Produktion benötigten Methanols infrage. MB Energy bringt darüber hinaus seine bestehende Handels-, Logistik- und Infrastrukturkompetenz sowie Erfahrung mit Zertifizierungsprozessen ein.

eSAF-Hochlauf ist auch eine Infrastrukturfrage

Die Kooperation adressiert damit eine Herausforderung, die mit zunehmender eSAF-Produktion an Bedeutung gewinnt. Neue Produktionsanlagen allein reichen nicht aus. Der Kraftstoff muss zertifiziert, transportiert, gelagert und mit konventionellem Flugkraftstoff gemischt werden, bevor er über die bestehende Flughafeninfrastruktur tatsächlich in ein Flugzeug gelangt.

Metafuels sieht deshalb nicht nur die Kraftstofftechnologie selbst, sondern die gesamte Lieferkette als entscheidenden Faktor für die Skalierung. Mit Blick auf das Turbe-Projekt soll bereits vor dem geplanten Produktionsstart 2030 eine belastbare Infrastruktur für Rohstoffe, Logistik und Auslieferung aufgebaut werden.

Die Zusammenarbeit von MB Energy und Metafuels setzt damit genau an der Schnittstelle zwischen neuer eSAF-Produktion und bestehender Kraftstoffinfrastruktur an. Entscheidend wird sein, aus einzelnen Produktionsprojekten funktionierende Lieferketten zu entwickeln, über die synthetischer Flugkraftstoff zuverlässig und zertifiziert bis zum Flughafen gelangt.


Quelle / Bild: © MB Energy Holding GmbH & Co. KG

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