Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) spricht sich offen gegen die geplante Gesetzgebung der EU aus, die in der Praxis das Aus für den Verbrenner bedeuten würde. Der CO²-Ausstoß von neu zugelassenen PKW und Lieferwagen soll dabei bis 2030 um 55 Prozent sinken und bis 2035 um 100 Prozent.

VDMA-Präsident Karl Haeusgen ist dafür, alle klimafreundlichen Antriebsoptionen zu nutzen, anstatt den Verbrennungsmotor zu verbieten. Nach Haeusgen’s Meinung wird der Verbrenner eine notwendige Ergänzung zur Elektrifizierung des Straßenverkehrs bleiben. Zudem würden die Folgen eines Verbrenner Verbots noch weiter gehen. Viele Arbeitsplätze stehen vor dem Aus und die Abhängigkeit knapper Rohstoffimporte wird steigen. Zwar entstehen mit der steigenden Produktion von Elektroautos viele neue Arbeitsplätze, dennoch sind die neuen Jobs nichts mit den verlorenen austauschbar, so Haeusgen.

Nach einer VDMA-Studie könnte durch den Wegfall der Verbrennungsmotoren per Saldo alleine eine Verlust von rund 160.000 Arbeitsplätzen in der Wertschöpfungskette der Automobilherstellung stattfinden, wenn ab 2040 keine Verbrenner mehr in der EU zugelassen werden dürfen.

Hinzu kommt, dass mit dem Aus des Verbrenners auch die technologische und industrielle Führungsrolle beim Verbrennungsmotor von Europa zugunsten anderer Regionen aufgegeben würde, was die industrielle Stärke Europas gefährden könnte.  Auch hier ist der VDMA für eine größere Vielfalt klimaneutraler Antriebstechnologien, anstatt sich nur auf den elektrischen Antrieb zur fokussieren. Hart Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer im VDMA, betont zudem, dass eine größere Vielfalt der Antriebstechnologien die Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringern kann und damit zu einer volkswirtschaftliche Resilienz beitragen würde.

Laut Rauen sei zudem die Skalierbarkeit der E-Fuel Anwendung nötig, um auch die wichtigen Anwendungsbereiche wie Bauwirtschaft, Landwirtschaft, Kommunalwirtschaft oder Transport und Logistik einen CO2-neutralen Betrieb zu ermöglichen.

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