Das Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg steht seit einigen Jahren still. Nun vereinbarte Hamburgs regierende rot-grüne Koalition eine Machbarkeitsstudie, um die Umsetzung einer Elektrolyseanlage zur Produktion von grünem Wasserstoff in dem stillgelegten Kraftwerk zu ermöglichen.

Die Studie ist nun abgeschlossen und kommt zu dem Ergebnis, dass eine Elektrolyseanlage im Kraftwerk Moorburg möglich ist. Eine Produktion von grünem Wasserstoff mit einer Kapazität von bis zu 500 Megawatt wird an dem Standort in Moorburg dabei als realistische Zielgröße angesehen. Teile des bestehenden Kraftwerkes können sehr gut für die Realisierung genutzt werden und anschließend auch erweitert werden.

Bisher ist die Inbetriebnahme der Anlage bis 2026 geplant und wird auch als realistisch eingeschätzt. Der Bau der Elektrolyseanlage fördert nicht nur die Unterstützung des Elektrolysekonsortium Hamburg Green Hydrogen Hub (HGHH), sondern unterstützt auch die Umstellung des Standortes auf eine neue, grüne Ausrichtung, so Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft und Innovation.

Die Erzeugung von grünem Wasserstoff benötigen wir dringend für die schnelle Dekarbonisierung der Hamburger Industrie und für die Einhaltung der Hamburger Klimaziele, so Michael Pollmann, Staatsrat für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft. Zusätzlich zur Prüfung einer Elektrolyseanlage wurden die Möglichkeiten eines Biomasse-Heizkraftwerkes, eines Gas- und Dampfkraftwerkes oder eines Hochtemperaturspeichers geprüft. Diese Optionen wurden vom Senat für den jetzigen Zeitpunkt jedoch als nicht besonders sinnvoll angesehen und entsprechend zurückgestellt.

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