Die EU-Klimaziele stehen fest, nur wie wir dorthin kommen, ist noch unsicher. Es gibt viele Ansätze, die auch sinnvoll sind, dennoch können viele Bereiche nur mit grünen Brennstoffen dekarbonisiert werden.

Der Strom ist einer der Bereiche, der seine Emissionen bereits ab 2020 deutlich gesenkt hat. Rund 29% des erzeugten Stroms werden inzwischen aus erneuerbaren Quellen geliefert. In anderen Bereichen sieht die Umsetzung noch etwas schwieriger aus. Viele industrielle Prozesse lassen sich kaum oder nur teilweise elektrifizieren, da in der Metallindustrie zum Beispiel Kohle und Erdgas nicht vollständig durch Strom zu ersetzten sind. Das gleiche Problem herrscht etwa in der Logistik-Branche, in der Schifffahrt und in der Luftfahrt.

Dekarbonisierung der Branchen durch E-Fuels

Die einfache Lösung für eine Dekarbonisierung der oben genannten Bereiche ist die Power-to-X-Technologie. Die daraus entstehenden E-Fuels können ohne Treibhausgas Emissionen erzeugt und genutzt werden und gelten teilweise auch als klimaneutral. Der Vorteil: die E-Fuels können genauso eingesetzt werden wie die fossilen Brennstoffe, die bisher genutzt wurden.

Ab 2026 ist die Luftfahrt verpflichtet das sogenannte „Sustainable Aviation Fuel“ mit 0,5% dem konventionellen Kerosin beizumischen. Auch in der Schifffahrt will das Unternehmen Maersk ab 2023 erste Containerschiffle mit Menthanolantrieb in Betrieb nehmen.

Wasserstoff als Einsatz in Industrie

Wasserstoff hat ein deutlich breiteres Anwendungsspektrum und ist ein wichtiger Grundstoff. Kohlenstoff kann durch Wasserstoff beispielsweise in der Stahlindustrie ersetzt werden. Außerdem kann er künftig im Fernlastverkehr, sowie in der Luft- und Schifffahrt einsetzt werden. Airbus kündigte ier bereits 2035 die ersten kommerziellen Nullemissionsflugzeuge an.

Es wird also immer deutliche, dass Wasserstoff und auch synthetische Kraftstoffe für eine Dekarbonisierung der Industrie und Verkehrszweigen und der Erreichung der EU-Klimaziele unerlässlich sind.

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