Dass der Schiffsverkehr einen großen Teil der Umweltverschmutzung verursacht, ist mittlerweile keine Neuigkeit mehr. Daher möchte die weltweit größte Containerreederei Maersk mit gutem Beispiel voran gehen und seine Flotte auf grünes Methanol umstellen. So sollen dessen Containerschiffe in Zukunft umweltfreundlicher angetrieben werden und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Grünes Methanol wird, ähnlich wie E-Fuels, durch erneuerbare Energien hergestellt und nicht wie fossile Antriebe mit Kohle oder Gas. Maersk sicherte sich bereits per Vertrag mit Hyundai Heavy Industries  eine Option auf vier weitere Containerschiffe mit Methanol-Antrieb ab 2025. Laut Maersk reduzieren die neuen Schiffe die CO²-Emissionen um rund eine Millionen Tonnen pro Jahr. Erst vor wenigen Wochen haben sie acht große Schiffe, mit grünem Methanol-Antrieb gekauft. Ab 2024 sollen diese Containerschiffe dann einsatzbereit sein und ein Fassungsvermögen von je rund 16.000 Containern haben. Dies entspricht demnach knapp drei Prozent der Flotte von Maersk.

Der Chef der Reederei, Sören Skou, appelliert sogar an ein Verbot der Schiffe mit fossilem Antrieb. So sagt er: „Perspektivisch müsse man „neue Schiffe mit fossilen Antrieben komplett verbieten“, in einem Interview mit dem Spiegel. Seiner Meinung nach sollte Schiffsdiesel vorerst mit einer CO²-Steuer von bis zu 150 Dollar pro Tonne belegt werden, denn grüner Treibstoff wird noch eine ganze Weile teurer sein als fossiler Treibstoff.

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Bild: © Galen Crout – Unsplash

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