Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE und die Industriepartner ChemCom Industries B.V. und ASG Analytik AG haben durch das COMET (Clean OME Technology) Projekt eine Lösung für den OME-Produktionsprozess ermöglicht. Oxymethylenether (OME) können als E-Fuels in Dieselmotoren zum Einsatz kommen und deren Ruß- und Stickoxid-Emissionen deutlich senken. Bisher war das Wassermanagement im Syntheseprozess eine große Hürde für eine Produktion im industriellen Rahmen. Durch das COMET Projekt wurde dies jedoch gelöst.

Das COMET-Konzept: effiziente OME Produktion

Seit mehreren Jahren arbeitet das Fraunhofer ISE bereits in Zusammenarbeit mit ChemCom Industries B.V. und ASG Analytik an einem effizienten Verfahren für die Produktion von OME. Das COMET-Konzept löst nun endlich das Problem des Wassermanagements indem es die Entfernung des Wassers, nach der OME-Synthese in einer Reaktivdestillationskolonne vornimmt. Durch die Reaktivdestillationskolonne sind deutlich höhere Umsätze sowie Selektivitäten innerhalb der OME-Synthese möglich. Das hat eine Effizienz Steigerung zufolge.

Das neue Verfahren wurde im Sommer 2021 erfolgreich vorgestellt. Hierfür kam eine COMET-Laboranlage zu Einsatz. Diese Anlage ist gekoppelt mit einer industriellen Pilotanlage für Reaktivdestillation und Produktreinigung. Der Vorteil des COMET-Konzept ist, dass die gewünschte Verteilung des OME-Endproduktes gewährleistet werden kann. Denn die Reaktionsbedingungen und das Verhältnis der Reaktionspartner in der reaktiven Destillationskolonne können eingestellt werden.

Erste Produktionsanlage in den Niederlanden geplant

Die erste europäische OME-Produktionsanlage ist nun durch Fraunhofer ISE, ASG und ChemCom im niederländischen Delfzijl geplant und soll vorerst als Referenzanlage dienen und für den erfolgreichen Markteintritt genutzt werden. Zurzeit arbeitet die ASG an Analysemethoden für eine Zertifizierung des OME, denn eine stabile Produktqualität ist für die Marktetablierung sehr wichtig, betont Dr. Thomas Wilharm, Vorstandsvorsitzender der ASG.

Die Verwendung skalierbarer Komponenten ermöglicht einen Produktionsprozess in großem Maßstab und das Wichtige: die Technologie kann in die bestehende Infrastruktur integriert werden. Auch an einer REACH-Zulassung wird derzeit bereits gearbeitet, um so auch den technologischen Grundstein zu legen.

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