Das Thema synthetische Kraftstoffe wird immer wichtiger. So bekennt sich der Konzern Volkswagen nun auch öffentlich zu den sogenannten E-Fuels in Bezug auf das Pariser Klimaabkommen. Volkswagen möchte jedoch langfristig nicht nur CO2-neutral agieren, sondern auch den CO2-Fußabdruck seiner Fahrzeuge senken. Doch dies wird nicht nur durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen möglich sein, sondern muss sich auch auf die bereits vorhandenen Bestandsfahrzeugen beziehen, die meist mit Kraftsoff befüllt werden und noch eine lange Lebenszeit vor sich haben. So sieht Volkswagen weiterhin eine Zukunft für den Verbrenner und sieht die Lösung hierfür in Biokraftstoffen und E-Fuels.

Volkswagen unterstützt Forschung an synthetischen Kraftstoffen

Volkswagen selber forscht derzeit in Zusammenarbeit mit weiteren Automobilherstellern an der klimaneutralen Herstellung von synthetischen Kraftstoffen auf Basis von Wasserstoff unter Einsatz der Power-to-X-Technologie (PtX). Durch den Einsatz von Energie aus Wind- oder Solarstrom wird Wasser durch Elektrolyse in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespaltet und im nächsten Schritt wird Kohlendioxid mit dem Wasserstoff in einer chemischen Reaktion verbunden. Als Endprodukt erhält man synthetisches Rohöl, das zu synthetischem Diesel, Benzin oder Gas weiterverarbeitet werden kann.

Porsche entwickelt derzeit ein Forschungs- und Pilotprojekt, für die Realisierung der weltweit ersten Großanlage zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe in Chile. Die Windbedingungen vor Ort sind optimal und helfen dabei mit grünen Windstrom klimaneutralen Kraftstoff zu erzeugen. Ziel ist es, in Chile bereits in 2022 bis zu 130.000 Liter an E-Fuels zu produzieren und die Kapazität stetig zu erhöhen.

Pilotprojekt zur Herstellung von E-Fuels in Chile © Porsche Newsroom

Herstellung von E-Fuels nicht effizient genug?

Die Effizienz der Herstellung von E-Fuels ist derzeit noch stark umstritten, da am Ende nur circa 20 bis 30 Prozent übrigen bleiben. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) forscht deshalb derzeit an einer Anlage, die eine Synthesereaktor besitzt, der deutlich weniger Prozessenergie benötigt. Außerdem ist die Produktion der E-Fuels stark Standortabhängig, denn durch einen Standort an dem kontinuierlich Wind weht, kann der Effizienznachteil der Energieumwandlung ausgeglichen werden. Volkswagen unterstützt zudem den Energiekonzern Shell dabei, Kraftstoffe zu entwickeln, die zu 33 Prozent aus regenerativen Quellen stammen.

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